In Bad Nauheim entsteht seit zwei Jahren ein Quartier für mehr als 1.000 Menschen, das mithilfe von Kalter Nahwärme und Deutschlands größtem Erdwärmekollektor klimaneutral geheizt und gekühlt wird. Am 28. August konnte nun die Energiezentrale symbolisch eingeweiht werden. Prof. Dr.-Ing. Volker Stockinger konnte gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Kreß, der hessischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Schirmherrin Lucia Puttrich, sowie dem Geschäftsführer der Stadtwerke Peter Drausnigg die Zentrale einweihen. „Wir zeigen in Bad Nauheim Süd beispielhaft, wie Wohnkomfort, Klimaschutz und Digitalisierung ineinandergreifen. Die Einweihung der Energiezentrale ist ein weiterer Meilenstein für das smarte Wohnviertel“, freute sich Bürgermeister Klaus Kreß. „Je mehr Menschen sich rund um den Globus bemühen, den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu reduzieren, umso besser für alle. Denn Klima ist global“, betonte Lucia Puttrich in ihrer Rede.


Das sich nun anschließende Forschungsvorhaben „KNW-Opt“ soll die Langzeitauswirkungen des Wärmeentzugs auf das Erdreich eruieren. Bei der Installation der Großkollektoranlage wurde dafür vorausschauend ein Netz aus Sensoren verbaut. Mit diesem Messfeld in Verbindung mit bodenkundlichen Untersuchungen können wissenschaftliche Auswertungen bezüglich des großskaligen Wärmeverhaltens des Erdreichs erfolgen. Das Forschungsvorhaben wurde dafür vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Fördergeldern in Höhe von rund 4 Millionen Euro ausgestattet. Die wissenschaftliche Projektkoordination erfolgt dabei über Prof. Dr.-Ing. Volker Stockinger in seiner Funktion als Professor für energiegerechtes Bauen und Gebäudetechnik an der TH Nürnberg.